Schwertkampf

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Nachdem es doch immer wieder vorkommt, dass Schwertkämpfe in einem Rollenspiel ihren Platz finden, eine kleine Hilfestellung, wenn man an halbwegs realistischem und sinnvollen Fecht RP interessiert ist. Die hier angeführten Informationen sind lediglich eine Zusammenfassung der wichtigsten Kapiteln des Buches: "Schwertkampf - Der Kampf mit dem langen Schwert nach der Deutschen Schule" von Herbert Schmidt (ISBN: 978-3-938711-19-4)


Waffenkunde

Nomenklatur des Schwerts

Das lange Schwert (Langschwert, Anderthalbhänder, Bastardschwert) entwickelte sich aus dem kurzen, einhändig geführten Schwert. Die Griffe wurden länger und ermöglichten damit das Führen der Waffe mit zwei Händen. Gleichzeitig mit den Griffen wurden auch die Parierelemente größer. Das Erscheinungsbild eines typischen langen Schwerts aus dem frühen 15. Jhdt. ist uns allen vertraut: Gerade Parierstange, Scheiben- oder Birnenknauf, langer Griff und eine sehr massive Klinge.

Durch die recht spitze Klingenform ist das Schwert auch dafür geeignet, gegen gerüstete Gegner eingesetzt zu werden. Mit einem Schwert auf eine Plattenrüstung zu schlagen, führt im besten Fall nur zu Dellen in der Rüstung. Man muss statt dessen versuchen, in die ungeschützten Bereiche zu stechen. Die Innenseiten von Ellenbogen und Knien, Achseln, Schritt, Visier und Handflächen sind zum Beispiel solche Ziele. Dabei muss oft ein Kettengeflecht durchdrungen werden. Knauf und Parierstange wurden ebenfalls gegen einen gerüsteten Gegner eingesetzt.

Das Schwert war und ist eine spezielle Waffe für eine spezielle Aufgabe. Natürlich hält ein gut gemachtes Schwert einiges aus, aber im Grunde genommen ist es ein empfindliches Gerät. Die Schneiden sind sehr scharf und dementsprechend filigran. Wird ein Schlag eines anderen Schwerts in einem statischen 90° Winkel mit der Schneide pariert, dann gräbt sich das gegnerische Schwert in die Klinge und hinterlässt eine hässliche und gefährliche Scharte. Gefährlich deshalb, weil diese Scharte eine Sollbruchstelle darstellt, an der ein wesentlich höherer Stress auftritt.