Das Buch der Königin [AD&D - Vergessene Welten - Faerun]

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Eoddren
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Das Buch der Königin [AD&D - Vergessene Welten - Faerun]

Beitrag von Eoddren »

*Es ist ein gewöhnlicher Nachmittag in der kleinen Hafenstadt Daggerford, die Schiffe stehen im Hafen, der Markt war wie immer mit regem Treiben gefüllt und umso später die Stunde wird, desto mehr Leute gesellen sich auch in das Gasthaus und erzählen sich die neuesten Gerüchte und Intrigen des Königshaus.

Im nicht weit entfernten Dragonspear Castle steht in wenigen Tagen eine große Hochzeit vor der Türe, da sich der junge König eine Königin ausgewählt hat. Doch um diese Königin rangen sich die größten Gerüchte, sie sei eine Zauberin, sie habe dunkle Mächte und noch weitere Geschichten, eine düsterer als die andere.

Kolwar hatte einen schweren Tag zur See hinter sich und schleppt die letzte Kiste der Fracht in den Hafen um sich nachher ein kühles Bier im Gasthaus genehmigen zu können. Sein Schiffsmeister Tardrim klopft ihm dankend auf die Schulter und gibt ihm seinen gewohnten Sold.*

"Machs gut Kolwar und danke wie immer für deine Hilfe. Du bist beim nächsten Auslaufen wieder dabei? Wir starten in zwei Wochen wieder."

"Danke dir Tardrim. Wir werden es sehen wohin es mich treibt." *antwortet ihm Kolwar mit einem Zwinkern.*

*Das Geld noch schnell durchzählend, schnappt sich Kolwar sein Bündel, wirft es um die Schulter und geht frohen Mutes in die Richtung des Gasthauses. Sein Bier wartet bereits.
Wie immer riecht es in den Nebengassen des Hafens und des Markts nach Fisch, Fleisch, Obst und frischem Brot und umso näher man sich dem Zentrum des Marktplatzes nähert, desto lauter wurde es. Die Kaufleute bieten ihre Waren lautstark an, Kinder laufen und schreien umher und reisende Prediger stehen an allen Ecken und Enden und predigen das Ende der Welt. Es war also wie immer.*

*Kolwar strafft noch einmal die Schultern und geht über den Marktplatz zum Gasthaus und stoßt die Türe mit einem Ruck auf. Ein freundliches und bekanntes Lächeln des Wirts zeigt ihm, dass er sich noch erinnern kann und auch schon ein Bier, ganz nach seinem Geschmack zapft. Ebenso mit einem Lächeln geht er zum Thresen und legt dem Wirt eine Silbermünze auf den Tisch.*

"Lange nicht mehr gesehen Kolwar. Wurde auch wieder an der Zeit, dass es dich nach Daggerford verschlägt." *witzelt der Wirt während er ihm das Bier einschenkt.*

*Ihm ist jedoch momentan nicht nach reden und schon gar nicht nach Gerüchte austauschen und so nimmt er dankend das Bier, dreht sich damit in der Hand haltend in den Raum und lehnt sich gemütlich an den Thresen an, während er die verschiedensten Gruppen an den Tischen beobachtet.*
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Chiron
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Re: Das Buch der Königin

Beitrag von Chiron »

An einem Tisch in der Nähe der Theke ist lautes Gegröle zu hören.
Bei genauem Hinsehen erkennt man eine Gruppe, die in ein sehr aktives Glücksspiel vertieft ist. Einer der Spieler hat schon einen ordentlichen Haufen Geld gewonnen. Er ist recht stämmig gebaut, aber scheinbar flink mit den Fingern.

Allen gemeinsam ist, dass sie schon reichlich dem Bier zugesprochen haben.

Plötzlich erhebt sich ein Gezänk und der stämmige Spieler steckt schnell seine Würfel und das Geld ein, was die anderen Spieler nicht gerade erfreut, da sie nun scheinbar keine Chance mehr bekommen sollen, ihr Geld zurück zu gewinnen.

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Accarin
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Re: Das Buch der Königin

Beitrag von Accarin »

„Was für eine heruntergekommene Spelunke. Unmöglich, dass das hier die beste Absteige in ganz Daggerford sein soll? Da bin ich von meiner Heimat aber gänzlich anderes gewöhnt. Wenn denn wenigstens die Dirnen etwas taugen würden. Doch auch ihr strenger Geruch erinnert nach altem vergammelten Aal wie auch alles andere hier. Ein wahrhaft traumhafter Ort.“, schießt es der mürrischen Schwarzrobe Lucien naserümpfend durch den Kopf als er sich soeben an einem Tisch ganz links hinten in der Hafenkneipe seufzend niedergelassen hat. Trotz seiner besten „Ich-will-meine-Ruhe-haben“-Miene spricht ihn dennoch ein Kerl, wahrscheinlich ein Hafenarbeiter, von der Seite an. Seine Zähne sind sehr schlecht wie Lucien feststellen muss, was es nicht gerade leichter für ihn macht bei der Sache zu bleiben.

„Ein Spielchen der Herr?“ Nach einer kurzen bewusst gewählten Pause antwortet der sehr bequem sitzende – einige würden sagen lungernde – Lucien. Er muss dabei aufblicken, um in die Augen seines Gegenübers sehen zu können.
„Ich spiele bereits. Kannst Du das nicht sehen, Mamlūk?“
„Der Herr hat aber keine Würfel oder ist der Herr zu fein um mit einem einfachen Arbeiter zu spielen?“, der Mann lässt seine schauderhaften Zähne von Neuem aufblitzen.
„Das beste Spiel ist das Leben selbst und das auch nur weil dessen Einsatz stimmt, ehrenwerter Ri’jid. Und ich schätze dich nicht so ein als dass du dieses Spiel mit mir spielen möchtest.“, entgegnet die Schwarzrobe süffisant lächelnd. Der Hafenarbeiter hat dafür nur ein Achselzucken übrig:
„Ihr seid ein komischer Kauz mit einer großen Klappe. Ich wollte nur freundlich sein. Aber wenn der Herr alleine sein möchte, dann versteh ich das“.

„Idioten und Mamlūks, wie ich es mir gedacht habe. Aber nein diese Reise war ja von solcher Wichtigkeit als dass ich persönlich aufbrechen musste. Verdammte Zeitverschwendung!“, sinniert Lucien im Gedanken weiter als er den davonwackelnden Muskelpaket hinterhersieht. Sein Gesichtsausdruck ist am besten mit einem Sommergewitter vergleichbar.

---

Mamlūk = Sklave
Ri’jid = Unwissender/Tratschtante/ungebildetes Mädchen ^.^
Zuletzt geändert von Accarin am 8. Sep 2012, 17:52, insgesamt 1-mal geändert.
"He that breaks a thing to find out what it is has left the path of wisdom." --J. R. R. Tolkien (The Fellowship of the Ring)

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Eoddren
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Re: Das Buch der Königin

Beitrag von Eoddren »

*Kolwar nimmt einen kräftigen Schluck seines Bieres und mustert eine Partie beim Würfelspiel, als plötzlich ein lautstarkes Gezänk entsteht und einer der Herrschaften aufspringt und sich versucht mit Würfel und Geld aus dem Staub zu machen. Eigentlich ist es nicht Kolwars Aufgabe, doch ehe hier die Einrichtung erneut einer Prügelei zum Opfer fällt, hat er sich vorgenommen die Streithähne auseinander zu bringen. Bislang jedoch schien es beinahe so, als würde sich die Situation selbst regeln.
Plötzlich gesellt sich neben ihm ein Hafenarbeiter an die Theke und wirkt reichlich aufgebracht und gleichzeitig verärgert, während er Beschimpfungen aller Art vor sich hin murmelt.*

"Eingebildeter Vogel... glaubt er etwa er ist hier wer.. ein freundliches oder einfaches Nein Danke hätte es auch getan. Und dann auch noch mit seinen seltsamen Beleidigungen... das waren sicher Beleidigungen... er hat es schon so arrogant ausgesprochen...."

*Mit hochgezogener Augenbraue mustert Kolwar den Arbeiter - sein Gesicht kommt ihm von der Arbeit am Hafen bekannt vor - um dann die Frage zu stellen, was denn passiert sei?
Eigentlich war ihm immer noch nicht nach Geschwätz und schon gar nicht über die Probleme ihm wildfremder Personen, aber aus irgendeinem Grund hat ihm diese eine Geschichte interessiert. War es vielleicht nur die gelernte Höflichkeit?
Aus den Gedanken gerissen, dreht sich der Hafenarbeiter zu Kolwar, nimmt seinen Krug und erzählt ihm die voran geschehene Begegnung mit einem eigenartigen Fremden hinten links in der Ecke und seiner seltsamen Art - gespickt mit dutzenden Verfluchungen und Beleidigungen.*

".......Ich frage dich ob wir uns in unserer Stadt, unserem Gasthaus etwas derartiges bieten lassen müssen... ein Fremder der sich hier aufspielt, als wäre er der Abgesandte der Königin höchst persönlich...."

*Kolwar konnte nur mit den Schultern zucken und doch wandert seit dieser Geschichte sein Blick immer und immer wieder auf den Tisch des Fremden. Etwas gefällt ihm nicht an diesem Mann, war es seine seltsame Robe, die helle Haut, dieser Blick, er kann es nicht wirklich in Worte fassen.*

"Nein... natürlich nicht. Aber hier kommen Tag für Tag viele Fremde in die Stadt, willst du etwa alle vertreiben? Dann wärt ihr hier in binnen kürzester Zeit mittellos. Überleg dir also wem du die Pest an den Hals wünscht....." *antwortet Kolwar gegenüber dem Hafenarbeiter, welcher sich dann auch nachdenklich wieder wegdreht und sein Bier weiter trinkt. Leise vor sich hin murmelnd jedoch spricht Kolwar seine Gedanken noch aus.*

"Doch manche Fremde aus dem Süden sollte man ihm Auge behalten... Zu selten, dass diesen Typen nicht eine düstere Wolke voller Probleme folgt. Aber was macht er hier, soweit im Norden........?"

*Währenddessen hatte sich scheinbar das Gezanke am Spielertisch wieder beruhigt, oder aber auch wurde der Betrüger still und heimlich gelyncht. Es wäre nicht das erste Mal gewesen....*

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Accarin
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Re: Das Buch der Königin

Beitrag von Accarin »

Ist es notwendig, so unfreundlich zu sein, Du vergisst, dass Unauffälligkeit Teil Deines Auftrags ist.
"Und wenn schon? Habe ich etwa um diese zweifelhafte Ehre gebeten? DU hast mich entsandt. Sei froh, dass ich Dir überhaupt Folge leiste."
Du vergisst Dich, Mamluk. Du hast Dich für das Söldnertum entschieden und es war Deine freie Wahl. Es ist ja nicht so als ob es kein Handel wäre... Außerdem ist es mir ein Leichtes Dir alles wieder zu nehmen. Du brauchst mich nur darum zu bi..
"FREIE WAHL? HANDEL? Dass ich nicht lache...", Lucien spricht lauter, nein schreit schon fast, als er es beabsichtigt hat. Spätestens jetzt ist aber das gesamte Gästehaus seines Selbstgespräches gewahr geworden, was seiner Sache nicht unbedingt zuträglich sein kann.
Zeit zu gehen? Ein glucksendes aber wenig freundliches Lachen.
Wutentbrannt schmeißt, legen kann man das nicht mehr nennen, er mehrere Goldmünzen auf den Tisch. Eigentlich ja viel zu viel, aber sicher ist sicher. Es soll ja keiner vom Pöbel auf die wahnwitzige Idee kommen ihn zu folgen, Fragen zu stellen oder auf andere weiße anmaßend zu sein. Denn Anmaßung, davon hatte er heute genug. Nur ist bei Savina die Flucht nicht ganz so einfach.

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Etwas kurz ich weiß... Aber ich wollte noch nicht zu viel verraten! :D Hoffe die Idee gefällt.
Anm. Lucien ist noch nicht draußen, könnte also noch abgefangen werden.
"He that breaks a thing to find out what it is has left the path of wisdom." --J. R. R. Tolkien (The Fellowship of the Ring)

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