[FRPG] - Anmeldung und Grundvoraussetzungen

Regeln und Anleitungen für unsere Foren-Rollenspiele. Bitte zuerst lesen bevor ihr euch blindlings ins Abenteuer stürzt.
Benutzeravatar
Eoddren
Administrator
Beiträge: 120
Registriert: 26. Jan 2012, 10:13
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

[FRPG] - Anmeldung und Grundvoraussetzungen

Beitrag von Eoddren »

Ich möchte ein paar Regeln und Anmerkungen für die Anmeldung zum RPG-Thread einzufügen.

Regelwerk zur Anmeldung v.1.00
  • * Ich bitte um Verständnis, da ein vernüftiges RPG-Spiel ab einer bestimmten Größe nicht mehr zu realisieren ist. Sollte das Interesse sehr groß sein, bleibt die Option 2 verschiedene RPG-Gruppen parallel laufen zu lassen. Ausserdem behalten sich die Spielleiter vor, bestimmten Leuten die Anmeldung und Teilnahme zu verweigern.

    * Meldet Euch nur an, wenn ihr sicher seid, das ihr auch regelmäßig Zeit habt, in den RPG-Thread hineinzuschauen und dort zu posten. Nichts ist frustrierender, als dass eine Gruppe aufgrund von inaktiven Teilnehmern nicht weiterspielen kann

    * Es wird immer im Präsens, also in der Gegenwart geschrieben. Bitte darauf achten, dies scheint für viele ein schwieriger Punkt zu sein, oft kommt es auch zu wechselnden Zeiten innerhalb eines Postings.

    * Es wird von seinem Charakter in der 3. Person geschrieben

    * Spam oder anderes OT sind hier zu unterlassen und werden von den Spielleitern gelöscht. Dies zerstört die RPG-Atmosphäre, wem dies hier nicht gefällt, braucht hier nicht zu lesen oder zu posten.

    * wer durch sein Handeln die Geschichte weiterführt, sollte darauf achten, dass sie logisch und in sich schlüssig ist. Bitte Rücksicht auf die anderen Spieler nehmen und die Gruppe nicht in auswegslose Situationen bringen.

    * wenn 2 oder mehrere posts gleichzeitig getätigt wurden und nicht zueinander passen sollten, so gilt der 1. Eintrag dieser 2 oder mehreren posts und die anderen müssen angeglichen werden, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Wenn diese nicht von den Spielern selbst korrigiert werden, übernehmen das die Spielleiter.

    * es gibt die Möglichkeit, sein Posting anzukündigen, um anzuzeigen, dass man als nächstes schreiben möchte. Dazu wird ein Posting erstellt mit dem ooc-Text "Achtung, ich schreibe grad, bitte warten" oder ähnlichem. Wenn der RPG-Text dann fertig ist, wird er in dieses Posting eingefügt und der ooc-Text gelöscht. Die anderen warten bitte mit ihren Postings solange.

    * Jeder sollte möglichst nur für seinen Charakter sprechen und handeln, nicht für ein anderes Gruppenmitglied.

    * Signaturen werden bitte immer ausgeschaltet, um den Lesefluss nicht zu behindern

    * die Anmeldung erfolgt nach folgendem Schema:
Vorstellen des Charakters:
  • * Name
    * Alter (zumindest ungefähr)
    * Rasse
    * Klasse / Beruf
    * Vorgeschichte

- Zur Vorgeschichte:
Sie sollte schon ein wenig ausführlich sein.
Wichtig ist, dass man sich den Charakter vorstellen kann. Welchen "Beruf" übet er aus, wie ist er dazu gekommen. Wie ist er aufgewachsen und warum hat er sich entschlossen (oder wurde gezwungen) Abenteurer zu werden. Die Vorgeschichte sollte in sich schlüssig und logisch sein.
Vorsicht bitte, bei der häufigen Benutzung von Länder- oder Städtenamen. Dieses RPG ist an kein System gebunden und spielt auf keiner bekannten Welt. Die einzige Vorgabe ist Fantasy. Die Welt drumherum wird von den Spielern bzw. den Spielleitern selbst entwickelt und erdacht. Und mit jedem Land und jeder Stadt, welche ihr in Eure Vorgeschichte einbringt, prägt ihr schon diese Welt

- Zur Rasse:
Da wir nach keinem System spielen ist eine Menge möglich. Allerdings vereinfacht es das Spiel, bei den einschlägigen Rassen zu bleiben, denn Sonderfälle erschweren das Rollenspiel erheblich (Vampire z.B. könnten Tagsüber kaum existieren, Dunkelelfen haben in vielen Systemen Tagsüber gravierende Mali usw.)

- Zur Gesinnung:
Als Richtlinie gilt dabei das D&D-System, also von Rechtschaffend Gut über neutral bis chaotisch böse. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass das hier kein Solospiel ist, sondern dass die Gruppe auch irgendwie miteinander auskommen muss. Deswegen wären extreme Gesinnungen, welche den Spieler zu sehr entgegengesetzten Verhaltensweisen zwingen würden, unter umständen hinderlich. (Wie lange können ein rechtschaffend guter Paladin und ein chaotisch böser Nekromant nebeneinander existieren? )

- Zum Namen:
Der Name sollte rollenspieltypisch gewählt sein. Wer damit nichts anfangen kann, bitte nachfragen.
Bild

Benutzeravatar
Eoddren
Administrator
Beiträge: 120
Registriert: 26. Jan 2012, 10:13
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: [FRPG] - Anmeldung und Grundvoraussetzungen

Beitrag von Eoddren »

Wie schreibe ich richtig in einem FRPG?

Bei dem Schreiben sollte darauf geachtet werden, statt einem Absatz eine Leerzeile einzuschieben, was das Lesen eines Textes am Bildschirm vereinfacht und erleichtert.

Schaut, dass ihr die gröbsten Rechtschreibfehler vorher ausmerzt. Im Zweifel lasst den Text in einem Schreibprogramm durchlaufen oder nutze das Rechtschreibaddon von FireFox. Tippfehler können sich einschleichen, aber ein Satz, der nur von Fehlern strotzt, vergrätzt es dem Leser, den Sinn zu erfassen und weiter zu lesen. Genauso kann eine fehlerhafte Interpunktion zu einer Sinnverschiebung im Satz führen.

Zeiten sollte man konsequent durchhalten. Manchmal ist es dem Stil zubringlicher, Gegenwart zu benutzen, die Ich–Perspektive – manchmal ist es für den Stil besser, Vergangenheit und die dritten Person zu nutzen – je nach Gusto.
Was nicht geht, ist es, die Zeiten zu vermischen. Wenn man sich für einen Stil, eine Zeit und eine Perspektive entschieden hat, sollte man dabei auch konsequent bleiben. Alles andere führt nur zu Verwirrungen.

Die Posts sollten grundsätzlich nicht zu kurz sein. Dennoch kommt es vor, dass der Char nicht mehr als „Keks“ (jetzt mal willkürlich als Beispiel genommen) zu sagen hat. Wenn das der Fall ist, dann ist es eben so. Solange es nicht zur Gewohnheit wird, ist es nicht schlimm. Es ist besser, einen zum Char passenden knappen Post zu schreiben, als auf Zwang drei bis fünf Zeilen mit Füllseln zu bringen, wenn es eigentlich nur um eine Banalität geht.

Wenn euer Char allerdings denkt, fühlt, schmeckt – dann beschreibt es möglichst so, dass der Leser (und stellt euch da einen Leser vor, der nicht mitspielt und euch als Person nicht kennt) nachempfinden kann, was in deinem Char vorgeht und warum er reagiert und wie.

OOC und BIC

OOC = Out of Character/ Out of Content – es bedeutet einfach, das was man außerhalb des Spieles macht, tut, weiß, sagt – und darf ingame so nicht verwendet werden.

Wenn ein Spieler einem andern „OOC“ sagt, dass er zum Beispiel etwas plant, so ist es nicht erlaubt und vor allem unfair, dieses Wissen ins Spiel einzubringen.
Es fällt vielen schwer, dieses Offplay-Wissen von dem Inplay-Wissen zu trennen, daher ist es ratsam, auch im OOC nicht allzu viel preis zu geben.

OOC ist im Spiel meist störend. Muss man viele Dinge besprechen, so bietet sich ein eigener Besprechungsthread an, so dass die Posts nicht in ihrem Spielfluss unterbrochen werden.

BIC ist dann Back in Character/Back in Content – es kennzeichnet nach einem OOC die Stelle, wo man wieder im Spiel drinnen ist, sofern man das OOC in einem Spielpost untergebracht hat. Das BIC kann man sich dann sparen, wenn die OOC-
Textpassage zum Beispiel durch die Tags [OOC][/OOC] kenntlich gemacht wurden.

Fremdsteuerung anderer Spielcharaktere

Das ist - zumindest für meine Begriffe und für viele andere RPGler ein NO no gar nicht GO.
Warum?
Auch wenn man keine brisanten Entscheidungen für den fremden Char trifft, so entscheidet man doch, wie er reagiert. Für viele RPGler ist es schlichtweg unmöglich, einen Charakter so zu spielen, wie der eigentliche Spieler es vorgesehen hatte und es entmündigt vor allem den Spieler des Charakters, der vielleicht in diesem Moment doch eine andere Reaktion beschrieben hätte. Oft verleitet es den Spielenden dazu, den Fremdcharakter zu nutzen, um seinen eigenen Char positiv vorzuheben oder den fremden Char so zu lenken, wie er es gerne hätte, nicht, wie es vom Spieler vorgesehen wäre. Das gibt reichlich Raum für Konflikte, die sich einfach schon dadurch vermeiden lassen, dass man sich immer vorher abspricht oder besser noch: es einfach bleiben lässt.

Ausnahmen sind nur dann gut, wenn ansonsten ein Play komplett blockiert wird, weil der Spieler des fremden Chars nicht mehr online kommt.

Ansonsten heißt es: Pfoten weg von den Figuren der Mitspieler!


NPCs? PCs? WTF?

In Rollenspielen gibt es die sogenannten Playerchars (PCs) und die Non-Player-Chars (NPCs).
Die von Spielern gespielten Charaktere sind die PCS. Diese darf man nicht fremd übernehmen, man darf ein Kampfausgang nicht ohne Absprache festlegen und man darf ihn nicht ohne Absprache töten – es sei denn, der SL (Spieleleiter) gibt dazu den Freifahrtschein und grünes Licht.
Viele halten es so, dass sie ihren Spielecharakter zu Beginn des Plays im ersten Post oder auch in einem entsprechenden Thread für Charaktere kurz vorstellen.
Zu den Angaben gehören meistens der Name, das Alter, eventuell die Rassenzugehörigkeit (bei Fantasy oder SciFi wichtig), einen Überblick über die Ausrüstung und wichtige Eckpunkte über die Hintergrundgeschichte, sofern die anderen Spieler sie wissen und kennen können und sollen.

NPCs sind die Figuren, die als Statisten dienen. Sie wurden nicht vorher beschrieben, sie können getötet, verletzt und fremdgesteuert werden, wobei auch hier gilt: wenn ich einen Char fremdsteuere, dann nur mit Erlaubnis des jeweiligen Erschaffers. Der hat nämlich oft bestimmte Vorstellungen, wie er den NPC haben will – wenn er ihn dann freigibt, kann man
natürlich auch recht willkürlich weiterspielen.

Powergaming ist Pfui BÄH!

Powergaming ist gelber Schnee, das ist nämlich Spaßgebremse pur und mit Powergamern spielt keiner gerne.

Es macht keinen Spaß, wenn der Char mit den Fingern schnippt, damit den Bösewicht erlegt, die Prinzessin befreit und die Welt gerettet hat – wenn das so einfach wäre, bräuchte man gar nicht mehr zu spielen.
Ein RPG ist ein Teamspiel, keine Kleinkünstlerbühne für Selbstdarsteller. Es geht selten um EINEN Char, sondern um einen Geschichte und eine Gruppe.
Zum Powergaming zählen allerdings nicht nur Hochhäuserstemmende Superman, sondern auch die Typen mit dem Rucksack-der-plötzlich-alles-in-sich-hat, also denjenigen, die in der Pampa mit zwei Streichhölzern unterwegs sind und dann, wenn sie auf ein Monster treffen, die Ultra-Monster-Vernichtungskanone von drei Metern Länge aus ihrem kleinen Rucksack ziehen. Pow – Monster und Geschichte sind tot. Powergaming ist auch, Lösungen von Rätseln vorweg zu nehmen. Wenn der Spieleleiter sagt, es stehen drei Falschen auf dem Regal und eine davon ist nicht giftig, dann d a r f ich n i c h t eine nehmen und behaupten, dass es die richtige ist, sondern ich muss warten, bis der SL auflöst, ob es die richtige ist. Oftmals wird dies mit Würfeln verbunden.

Weiterhin unangemessenes Powergaming ist das Multiple-Aktionen-in-einem-Post-Powergaming. Das meint jene unschlagbaren Zeitgenossen, die im ersten Post rüber zum Feind rennen, ihm die Hosen runterziehen, zurück rennen, die Prinzessin schnappen und weglaufen.
Das Spiel lebt von actio und reactio. Wann immer dein Mitspieler eine Reaktion starten könnte, musst du ihm auch die Chance dafür geben.

Wenn du nicht sicher bist, ob eine Aktion schon Powergaming ist oder nicht, dann scheu dich nicht, einfach vorher zu fragen – dafür wird niemandem der Kopf abgebissen.
Bild

Benutzeravatar
Eoddren
Administrator
Beiträge: 120
Registriert: 26. Jan 2012, 10:13
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: [FRPG] - Anmeldung und Grundvoraussetzungen

Beitrag von Eoddren »

Wo sind die Grenzen?

Ein RPG ist nicht grenzenlos und ein Post darf nicht mit bis Unendlichkeit gespickter Grausamkeit bestückt sein, nur weil man ein NC17 oder gar NC21 davor klemmt.
Tatsächlich macht den meisten es weniger aus, wenn man surrealen Schmerz beschreibt. Niemand kann sich vorstellen, wie es ist, wenn man jemanden verbrennt, wenn jemand gefoltert ist. Selbst das erschießen eines anderen ist für die meisten von uns einfach nicht real genug, um es nachvollziehen zu können.
Grausamkeiten, die einen direkten Bezug zur Realität darstellen und allein durch das geschriebene Wort die Mitspieler verletzen können, sind tabu.
Wenn ihr Probleme mit gewissen Dingen habt, sprecht den SL vorher darauf an, dass ihr ein Tabu aussprechen wollt.
Diejenigen, die sich mit Traumata bereits irgendwann mal beschäftigt haben, wissen sicher, was Trigger sind. Trigger sind Auslöser, die Opfern von Verbrechen an ihre Erlebnisse zurück erinnern. Meist sind das Kleinigkeiten. Wir sind hier in einem öffentlichen Forum und natürlich kann man da nicht auf alles Rücksicht nehmen. Geht nicht.
Was aber auf jeden Fall tabu ist, ist die Beschreibung sexueller Verbrechen.
Es ist keine Sache, dass man in einem RPG als Bösewicht Dinge androht oder andeutet.
NIEMALS, aber auch wirklich NIEMALS sollte man in einem öffentlichen Forum die Beschreibung einer solchen Tat lesen!

Ihhk, ich will das hässliche sein..

Faszinierend, der kleine Bösewicht, der gut sein will und der Gute, der eigentlich ein Penner ist.. die Mischfigur aus beidem, aus Licht und Schatten bringt vielen Spaß und irre viele Möglichkeiten zu einem guten RPG und einer Facettenreichen Darstellung eines Charakters.
Im Prinzip gilt hier: sucht euch etwas aus, was ihr auch verschmerzen könnt. Wenn ihr eurem Charakter den Brudermord angedichtet habt, müsst ihr damit bis zum Ende des Spiels (oder des Chars, je nach Würfelglück) leben.
Bedenkt, wie die anderen Charaktere auf eure Schwächen reagieren könnten und ob ihr das so spielen wollt. Zu viele Korrekturen und zu viele aufgeklärte Missverständnisse (ach, das war ja gar nicht meine Familie, die ich umgebracht habe.. ich dachte das nur immer..) machen gute Plays kaputt. Und damit kommen wir gleich zu einem weiteren wichtigen Thema.. Konsequeeeeeeeeeeenz (Stellt euch hier bitte schauderhafte Musik und ein bösartiges lachen vor. Danke.)


„Konsequenz ist etwas, das anderen zustößt…“

Keiner von uns ist wirklich böse oder abgebrüht. Die Zurückweisung auch ingame kann durchaus den Wunsch erwecken, doch lieber einen netten und anerkannten Charakter zu spielen.
Wenn ihr merkt, dass es euch so ergeht, dann tut dem Spiel und eurem Char den Gefallen und gönnt ihm einen schönen Tod. Ein gewandelter Verbrecher, der angesichts der netten Widersacher weich wird – das ist eher was für Kindergarten und Sandkasten, nicht aber fürs RPG geeignet. Nehmt euch einen neuen Char, den ihr dann gut sein lassen könnt.
Wenn ihr euch aber für das Böse entscheidet, für die dunkle Seite, dann zieht es konsequent durch! Habt keine Scheu davor, unsympathisch zu wirken – es ist ein Spiel, nicht das RL. Niemand wird EUCH dafür hassen, oder EUCH nicht mehr gerne haben, nur weil Euer Char gemein ist. Im Gegenteil, die Spieler böser Chars, die es gut beherrschen, genießen ein hohes Ansehen.
Bild

Antworten